Lärmaktionsplan

Am 25. Juni 2002 wurde von der Europäischen Union die EU-Umgebungslärmrichtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen. Mit der Richtlinie soll ein europaweit einheitliches Konzept festgelegt werden, um schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu vermeiden oder zu mindern.

Die Umsetzung der Richtlinie erfolgte in Deutschland durch eine entsprechende Einführung in das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG, § 47 a-f) und durch den Erlass der 34. Verordnung zur Durchführung des BimSchG – „Verordnung über die Lärmkartierung“.
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie fordert die Kartierung von Immissionen von Hauptstrecken des Straßen- und Schienenverkehrs sowie von Großflughäfen. Für besonders lärmbetroffene Gebiete sind anschließend Lärmaktionspläne zu erstellen. Zuständig für die Aufstellung der Lärmaktionspläne sind die Kommunen.

Zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG sind gemäß § 47 a-f BImSchG Lärmkartierungen zu erarbeiten und ggf. Lärmaktionspläne aufzustellen, in denen Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung formuliert werden. Darüber hinaus sind Betroffenheitsanalysen durchzuführen, die die Zahl der vom Lärm betroffenen Personen ermitteln. Die Öffentlichkeit ist über die Lärmuntersuchungen zu informieren und bei der Erarbeitung der Lärmaktionspläne zu beteiligen. Mit der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes wurde das Büro BS Ingenieure aus Ludwigsburg beauftragt.

Die Lärmkartierungen und die anschließende Erarbeitung von Lärmaktionsplänen erfolgt in zwei Stufen.

In der ersten Stufe wurden alle
• Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern,
• Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Millionen Kfz pro Jahr,
• Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr sowie
• Großflughäfen mit mehr als 50.000 Bewegungen pro Jahr
erfasst. Die Lärmaktionsplanung der ersten Stufe war bis Ende 2013 fertigzustellen.

In der zweiten Stufe werden die
• Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern,
• Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz pro Jahr und die
• Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr erfasst.

Weiter Infos unter: www.staedtebauliche-laermfibel.de